Einem Bericht des Beirats für nachhaltige Entwicklung zufolge, ist der Verkehr ein Grund dafür, dass der Südwesten die gesteckten Klimaschutzziele verfehlt. Foto: dpa

Einer Stellungnahme des Beirats für nachhaltige Entwicklung zufolge, haben sich die Emissionen im Straßenverkehr im Südwesten seit 2010 erhöht. Auch darin liege der Grund für die Verfehlung der Klimaschutzziele.

Stuttgart - Für Fachleute sind der Emissionshandel und der Straßenverkehr Mitursachen dafür, dass Baden-Württemberg die selbstgesetzten Klimaschutzziele für 2020 verfehlt. Die Emissionen im Straßenverkehr hätten sich seit 2010 erhöht, heißt es in der Stellungnahme des Beirats für nachhaltige Entwicklung zum neuen Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg, der der Deutschen Presse-Agentur und dem „Badischen Tagblatt“ (Samstag) vorliegt. Neben der Zunahme der Verkehrs sei dafür auch ein Trend zu schwereren und leistungsstärkeren Fahrzeugen verantwortlich.

Beim Emissionshandel müssen Energieerzeuger, die viel Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre geben, entsprechende Verschmutzungsrechte kaufen. Davon hätten Betreiber in Baden-Württemberg in erheblichem Umfang Gebrauch gemacht, heißt es. Grundsätzlich habe das Bundesland selbst einen geringen eigenen Einfluss auf den Ausstoß von Treibhausgasen. So seien Anlagen dem Einfluss des Landes entzogen, die dem europäischen Emissionshandel unterlägen. Allein diese Anlagen verursachten aber etwa ein Drittel der Treibhausgase im Südwesten.

Das „Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Baden-Württemberg“ war 2013 in Kraft getreten. Es sieht vor, den CO2-Ausstoß des Landes bis 2020 um mindestens 25 Prozent und bis 2050 um 90 Prozent zu senken.

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