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Bei den gewalttätigen Protesten im Iran sind am Wochenende acht Menschen getötet worden. Das wurde am Montag in einem Bericht des englischsprachigen iranischen Senders Press TV bestätigt.

Teheran - Bei den gewalttätigen Protesten im Iran sind am Wochenende acht Menschen getötet worden. Das wurde am Montag in einem Bericht des englischsprachigen iranischen Senders Press TV bestätigt. Der Sender berief sich dabei offensichtlich auf Angaben des Nationalen Sicherheitsrats.

Die Opposition hatte am Vorabend von vier Toten in Teheran und vier weiteren Toten in Tabris im Nordwesten des Landes gesprochen. Diese Angaben waren jedoch zunächst nicht von offizieller Seite bestätigt worden. In anderen unbestätigten Berichten war am Montag gar von 15 Toten die Rede.

Unter den Toten war auch ein Neffe von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi. Unklar war, ob er an diesem Montag beerdigt wird. Die Behörden müssen dafür eine Genehmigung geben, und da Trauerfeiern von der Opposition oft für weitere Proteste genutzt werden, zweifelten Beobachter daran.

Die Demonstranten hatten das schiitische Aschura-Fest zu ihren Protesten gegen das Regime des erzkonservativen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad genutzt. Oppositionspolitiker Mehdi Karrubi kritisierte auf seiner Webseite den harten Polizeieinsatz und erklärte, selbst der Schah habe das heilige Aschura-Fest respektiert.

Unterdessen gingen die Behörden weiter gegen Kritiker vor. Nach Berichten einer regimekritischen Webseite wurde der Führer der oppositionellen Freiheitsbewegung Ebrahim Jasdi festgenommen. Er war in der Anfangsphase der islamischen Revolution von 1979 Außenminister und führte später jahrzehntelang die illegale aber tolerierte säkulare Freiheitsbewegung (FMI) an.

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