Der SPD-Fraktionsvorsitzende Martin Körner will die genossenschaftlichen Wohnungsbauunternehmen für eine Zielmarke für Mietwohnungen gewinnen. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Sozialdemokraten im Stadtparlament wollen die durch einen Gemeinderatsbeschluss verunsicherten Wohnungsbauer im Bündnis für Wohnen beruhigen.

Stuttgart - Die SPD im Gemeinderat will die genossenschaftlichen Wohnungsbauer und die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft SWSG für eine gemeinsame Zielzahl von 50 000 Mietwohnungen gewinnen – und damit den Ärger im Bündnis für Wohnen dämpfen. Die darin organisierten rund 35 Wohnungsbauer, auch Genossenschaften, zeigen sich irritiert über einen Beschluss des Gemeinderates unter Führung der SPD, der auch gegen die Stimme von OB Fritz Kuhn (Grüne) gefasst wurde.

Der Beschluss sieht vor, den Bestand bei der SWSG von 18 000 auf 30 000 Einheiten zu erhöhen. Die Stadt soll Grundstücke und Wohnungen kaufen. Zwar wurde auch beschlossen, andere Wohnungsbauer nicht zu benachteiligen, das Bündnis stellt seine Zusammenarbeit mit der Stadt – es gibt Einheiten für neue Sozialwohnungen ab – dennoch in Frage und hat Kuhn um Aufklärung gebeten.

SPD-Fraktionschef Martin Körner sagte am Freitag im Rat, auch eine gemeinsame Zielzahl von SWSG und Genossenschaften von 50 000 Einheiten sei möglich. Einer Initiative des OB dafür werde man sich nicht verschließen.

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