Ben Affleck als Batman (li.), Henry Cavill als Superman Foto: Warner

Super-Kollision: Am Donnerstag startet „Batman v. Superman“ in den Kinos. Leider ist der Streifen gähnlangweilig geworden.

Im ungebremsten Superhelden-Boom wird die Suche nach erzählenswerten Geschichten zusehends schwieriger – immer mehr Filme kombinieren mehrere der übermenschlich begabten Weltenretter miteinander oder lassen sie sogar gegeneinander antreten. Kommenden Monat legt sich Captain America mit seinem Kumpel Iron Man an. Und bereits jetzt heißt es „Batman v. Superman“.

Diese Idee stammt aus einem Comic von Frank Miller aus dem Jahre 1986. Sie ­bietet DC Comics und Warner Bros nach dem Ende von Christopher Nolans „Batman“-Trilogie und in der Konkurrenz zu Marvel die Möglichkeit, ein ganzes Universum zu kreieren, in dem die hauseigenen Helden nebeneinander existieren.

Regisseur Zack Snyder knüpft an seinen Superman-Film „Man Of Steel“ von 2013 an. Metropolis und die Menschheit erholen sich vom vernichtenden Angriff aus dem All und feiern Superman (Henry Cavill) als gottgleichen Erlöser. Während er selbst ­hadert und zweifelt, möchte ihn eine ­Senatorin juristisch zur Rechenschaft und Verantwortung verpflichten, derweil auf der anderen Flussseite in Gotham ein desillusionierter Batman alias Bruce Wayne (Ben Affleck) dem fliegenden Außerirdischen zürnt, den er für die Zerstörung verantwortlich macht. Dem größenwahnsinnigen Industriellen Lex Luthor (Jesse Eisenberg im Joker-Modus) ist es da ein Leichtes, die beiden unterschiedlichen Helden gegeneinander auszuspielen.

Mehr gibt es nicht zu sagen, denn „Batman v. Superman“ ist ein einziges filmisches Durcheinander, bei dem man nach schier endlosen zweieinhalb Stunden kaum noch weiß, was Sache ist. Snyder konzentriert sich mehr auf Zeitlupen und Zerstörungslust als auf das sinnvolle ­Erzählen einer an Figuren und Traumata übervollen Geschichte – ein großes Problem. Zugleich lässt der bierernste Film null Raum für Momente der Leichtigkeit, während die verkopfte Düsternis – anders als etwa bei Christopher Nolan – nur ­Behauptung bleibt.

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