Im Juni soll die Fassadengestaltung abgeschlossen werden. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die neuen Räumlichkeiten der renommierten Ballettschule haben Gestalt angenommen. Noch im Juni soll die Sichtbetonfassade zur Werastraße fertig werden.

Stuttgart - Fast zwei Jahre nach dem Spatenstich ist der Neubau der John-Cranko-Schule von außen fast fertig. Noch im Juni soll auch die Sichtbetonfassade zur Werastraße und der damit letzte Bauabschnitt der Fassadengestaltung abgeschlossen sein. Verzögerungen, die es anfangs gab, zum Beispiel, als die Baugrube ausgehoben wurde, scheinen aufgeholt worden zu sein. Laut dem Bauherrn, dem Finanzministerium, ist man im Zeit- und Kostenplan, der Eröffnungstermin im Herbst 2018 soll eingehalten werden.

„Zum jetzigen Stand sind rund 80 Prozent des Rohbaus fertig gestellt“, sagt Michaela Reiter, eine Sprecherin des Finanzministeriums. Dazu zählten der Internatsbereich, die Probebühne und sechs von insgesamt acht Ballettsälen. Die verbleibenden rund 20 Prozent des Rohbaus sind für das dritte Quartal 2017 vorgesehen.

„Seit September 2016 arbeiten wir an den Sichtbetonfassaden“, so Reiter weiter. Dies erfolge an mehreren Gebäudeabschnitten gleichzeitig. Die Sichtbetonfassade Nord des Internats ist bereits fertig. „Und die Sichtbetonfassade zur Werastraße hin soll im Juni 2017 fertig werden“, sagt Michaela Reiter.

Projekt im Kostenrahmen

Im Internatsbereich hat der Ausbau im März 2017 begonnen. „Momentan sind die Gewerke Trockenbau, Heizung, Lüftung, Elektro und Sanitär vor Ort“, sagt die Sprecherin. Im Internat soll im Juli 2017 mit der Montage der Fenster begonnen werden, gleichzeitig mit dem Ausbau des Schulbereichs und den Probebühnen.

Laut den Beteiligten gehören Bedenken, die Kosten könnten aus dem Ruder laufen, der Vergangenheit an. In der Planungsphase drohte das Projekt zu scheitern, weil es fast 20 Millionen Euro teurer als bei den ersten Kostenhochrechnungen zu werden schien. Grüne und CDU im Gemeinderat wollten sich an solchen Mehrkosten zunächst nicht beteiligen.

Ausbildung für 150 Schüler

Befürchtungen, dass der Bau noch teurer werden könnte, hatten sich aber nicht bestätigt „Die Baumaßnahme läuft im etatisierten Kostenrahmen von 46,9 Millionen Euro“, sagt Michaela Reiter. Der Neubau der John-Cranko-Schule wird vom Land und der Stadt Stuttgart finanziert, wobei das Land die Hälfte der Kosten stemmt. Die Stadt wurde durch den Sponsor Porsche entlastet.

Die Zuffenhausener beteiligen sich über eine Stiftung mit 10 Millionen Euro an dem Projekt, Stuttgart mit 16 Millionen Euro. Somit wäre, wenn es bei der Einhaltung des Kostenplans bleibt, sogar ein Überschuss der Finanzierung vorhanden. Der Neubau der renommierten Ballettschule ist für die Ausbildung von rund 150 Schülerinnen und Schüler des Stuttgarter Balletts konzipiert. Rund 70 der Schüler sollen auch im schuleigenen Internat aufgenommen werden können – eine international ausgerichtete Schule mit weltweitem Spitzenruf muss ihren Talenten schließlich etwas bieten können. Für die bauliche Gestaltung der neuen John-Cranko-Schule ist die Architektengemeinschaft Burger Rudacs verantwortlich.

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