Die Arbeitslosenzahl im Südwesten ist angestiegen. Foto: dpa/Larissa Schwedes

Die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit gibt die Arbeitslosenzahlen zum Jahresende bekannt. Dass die Zahlen jüngst ansteigen, liegt indes nicht an Entlassungen.

Stuttgart - Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg hat zum Jahresende hin zugenommen. Genau 200 855 Menschen waren im Dezember ohne Arbeit, wie die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das sind 3771 oder 1,9 Prozent mehr als im November und 15 375 oder 8,3 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2019 bei 3,2 Prozent.

Dass die Arbeitslosigkeit anstieg, lag der Arbeitsagentur zufolge nicht an Entlassungen, sondern daran, dass weniger Stellen ausgeschrieben wurden. Rund 85 400 offene Stellen gab es demnach Ende Dezember - im November waren es noch rund 95 400, im Dezember 2018 rund 108 900 gewesen. Besonders stark vom Rückgang betroffen seien Zeitarbeitsstellen gewesen.

Ältere und Ausländer überdurchschnittlich betroffen

Trotz „konjunkturbedingter Dellen in einigen Branchen“ schätze der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Christian Rauch, die Lage in Baden-Württemberg grundsätzlich positiv ein, teilte die Behörde mit.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit der Männer um 11,5 Prozent an, die der Frauen dagegen nur um 4,4 Prozent. Weit überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen sind laut der Behörde Ältere und Ausländer. Die mit 5,8 Prozent höchste Arbeitslosenquote im Land gab es in Mannheim.

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