Immer mehr Städte im Südwesten sagen ihre Weihnachtsmärkte ab. Foto: dpa/Jens Kalaene

Auf stimmungsvollen Weihnachtsmärkten bummeln zwischen Büdchen, Mandeln und Maronen – im Südwesten wird das im Zuge der höchsten Corona-Warnstufe zunehmend schwieriger. Denn viele Gemeinden sagen ihre Veranstaltungen ab.

Karlsruhe - Wegen der zuletzt stark gestiegenen Corona-Fallzahlen sagen immer mehr Städte im Südwesten ihre Weihnachtsmärkte ab. Am Mittwoch entschied die Stadt Ulm, ihren Markt zu streichen. Das sei wegen der immer weiter steigenden Zahl der Neu-Infektionen unumgänglich, hieß es. Freiburg und Karlsruhe hatten schon am Vorabend beschlossen, die traditionellen Veranstaltungen nicht stattfinden zu lassen - obwohl sie ebenso wie Ulm ohnehin mit abgespeckten Konzepten geplant hatten.

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„Sicherheit und Eindämmung der Infektionslage haben oberste Priorität“, teilte die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH mit. Für weihnachtliches Ambiente solle stattdessen die festliche Beleuchtung in der Innenstadt sorgen. Einstimmig entschied sich auch der Gemeinderat Karlsruhe für eine Absage, nachdem am vergangenen Montag für den Südwesten die höchste Pandemiestufe ausgerufen worden war: Weder der traditionelle Christkindlesmarkt findet statt, noch wird die nach eigenen Angaben größte Openair-Eislaufbahn Süddeutschlands vor dem Karlsruher Schloss aufgebaut.

Ein runder Tisch soll ein Notprogramm für Karlsruher Schausteller prüfen. Auch werde überlegt, ob wenigstens ein Riesenrad auf dem Marktplatz aufgebaut werden kann, sagte am Mittwoch eine Stadtsprecherin. Zudem ist zusätzliche Beleuchtung angedacht für ein wenig mehr Weihnachtsstimmung.

Märkte in mehreren Städten abgesagt

Esslingen hat sich schweren Herzens ebenfalls von der „Esslinger Weihnachtszeit 2020“ verabschiedet, ebenso nahm Rastatt die Veranstaltung von der Agenda. Auch in Ludwigsburg, Heidelberg und Heilbronn wird es kein Bummeln zwischen Glühweinständen und gebrannten Mandeln geben. „Mehr festliche Beleuchtung soll stattdessen die Menschen in Weihnachtsstimmung versetzen“, sagte eine Sprecherin der Stadt Heilbronn

In Tübingen, Stuttgart und Mannheim stehen die stimmungsvollen Veranstaltungen ebenfalls auf der Kippe. In Tübingen soll die Entscheidung Ende der Woche, in Mannheim Ende Oktober und in Stuttgart Anfang November fallen.

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