Die Buschbrände im Südosten von Australien sind besonders schlimm. Foto: dpa/Darren Pateman

Bei Feuern ist Australien leidgeprüft - dieses Mal sind die Buschbrände im Südosten des Kontinentstaats jedoch besonders schlimm. Direkt bedroht ist nun auch die Millionenmetropole Sydney. Und es gibt noch längst keine Entwarnung.

Sydney - Wegen der verheerenden Buschbrände in Australien sind am Dienstag über 600 Schulen im Bundesstaat New South Wales und in seiner Hauptstadt geschlossen geblieben. Dies hatte die Bildungsbehörde angeordnet, um die Feuerwehr im Kampf gegen die vorrückenden Brände zu unterstützen. Erstmals rief die Feuerwehrbehörde des südöstlichen Bundesstaats die Risikostufe von „katastrophaler Feuergefahr“ aus - dies galt auch für Ausläufer sowie einige weiter im Inneren gelegene Wohngebiete der Metropolregion Sydney. Rauchwolken von Feuern im Norden haben die Stadt erreicht.

Angesichts der für Dienstag angekündigten, von starken Winden begleiteten Hitze fürchteten die Einsatzkräfte „katastrophale“ Brandbedingungen in der ausgedörrten Region. Gladys Berejiklian, die Regierungschefin des bevölkerungsreichsten Bundesstaates, erneuerte ihre Warnung an die Bevölkerung, sich in Sicherheit zu bringen.

Mindestens drei Menschen ums Leben gekommen

Bereits am Montag war in New South Wales der Notstand ausgerufen worden. Im ganzen Bundesstaat brannten am Dienstag 52 Feuer, die Hälfte davon war laut Behörden nicht unter Kontrolle. Mehr als 3000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch im nördlich benachbarten Bundesstaat Queensland wurden 57 Buschfeuer gemeldet, keines davon jedoch von lebensbedrohlichem Ausmaß.

Bei Dutzenden Buschbränden im Osten Australiens sind seit vergangener Woche mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 weitere wurden verletzt, darunter 20 Feuerwehrleute. Mehr als 150 Häuser und Wohnungen wurden von den Flammen beschädigt. Bisher ist den Behörden zufolge eine Fläche von knapp einer Million Hektar Land betroffen, also 10 000 Quadratkilometern, was etwa der Hälfte Hessens entspricht. Zuletzt war in New South Wales 2013 der Notstand ausgerufen worden, als heftige Buschfeuer im Gebirge Blue Mountains westlich von Sydney wüteten.

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