Auch Zollfahnder sind an der Aktion im Großraum Ludwigsburg und in Nürnberg beteiligt gewesen. (Symbolfoto) Foto: dpa

Staatsanwaltschaft und Zoll haben am Mittwoch zehn Wohnungen und Büros im Großraum Ludwigsburg und in Nürnberg durchsucht. Zwei Restaurant-Chefs sollen Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung ausgebeutet und Steuern hinterzogen haben.

Ludwigsburg - Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat zusammen mit dem Heilbronner Zoll und Steuerfahndern am Mittwoch zehn Wohnungen und Geschäftsräume im Großraum Ludwigsburg und in Nürnberg durchsucht. Dabei hatten die Behörden zwei Betreiber eines Restaurants im Visier, die Ausländern illegal beschäftigt und ausgebeutet haben sollen. Auch Steuerhinterziehung wird den beiden Männern zur Last gelegt.

Hilflosigkeit der Menschen schamlos ausgenutzt

Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag mitteilt, wird den Beschuldigten vorgeworfen, ausländische Arbeitnehmer zu Dumpinglöhnen in dem Restaurant zu beschäftigen. Darüber hinaus sei zumindest ein Teil der Angestellten nicht im Besitz eines erforderlichen Aufenthaltserlaubnis. Die Männer sollen dabei gezielt die Hilflosigkeit der Arbeitnehmer ausgenutzt haben. Zudem sollen die Beschuldigten zu niedrige Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuern abgeführt haben.

Bei der großen Durchsuchungsaktion am Mittwoch waren fünf Stuttgarter Staatsanwälte, 67 Zollbeamte des Hauptzollamts Heilbronn und 31 Steuerfahnder im Einsatz. Ein spezieller Spürhund sollte verstecktes Bargeld erschnüffeln.

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