Sechs Entenküken hat die Polizei im Juli von der B29 gerettet - und weitere kuriose Meldungen der Polizei. Foto: Polizei

Sechs Entenküken auf der Bundestraße, ein Siebenjähriger auf Spritztour und eine schwangere Boa auf Abwegen - hier präsentieren wir Ihnen kuriose Juli-Meldungen der Polizei aus der Region Stuttgart.

Stuttgart - Entenküken auf der Bundesstraße, eine schwangere Boa auf Abwegen und ein Siebenjähriger hinterm Steuer - hier präsentieren wir ihnen kuriose Meldungen der Polizei aus dem Monat Juli.

Skurrile Polizeimeldungen aus den vergangenen Monaten finden Sie hier:

Juni 2013

Mai 2013

April 2013

Wernau: Betrunkener nutzt fremdes Klo - und fühlt sich wie zuhaus

Wernau: Dieser Mann hat sich ganz wie zuhause gefühlt: Ein betrunkener 33-Jähriger ist in der Nacht auf den 7. Juli im Garten eines fremden Hauses in Wernau (Kreis Esslingen) eingeschlafen und hat dort morgens auch noch die Toilette der Hauseigentümer benutzt – weil er offenbar dachte, er sei daheim.

Wie die Polizei berichtete, war der Mann in seinem Rausch über den Gartenzaun des Hauses an der Schulstraße geklettert und war dann dort vermutlich eingeschlafen. Gegen 6.50 Uhr wurden die Rolladen der Terrassentür geöffnet.

Der Betrunkene betrat zunächst unbemerkt durch die offen stehende Tür das Haus und begab sich auf die Toilette. Dort sitzend wurde er von den Hauseigentümern angetroffen.

Den alarmierten Polizeibeamten erzählte er, dass er der Meinung war, sich zu Hause in Schorndorf zu befinden. Offenbar ist bei der ganzen Aktion kein Schaden entstanden.

Schorndorf: Entenküken von der Bundesstraße gerettet

Schorndorf: Wo sie wohl hinwatscheln wollten? Die Polizei hat am Abend des 10. Juli sechs kleine Enten und ihre Mutter von der Bundesstraße 29 bei Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) gerettet.

Die Beamten berichteten, dass die Enten gegen 18.45 Uhr die vielbefahrene B 29 zwischen Schorndorf und Winterbach überqueren wollten. Zufälligerweise war eine Zivilstreife der Waiblinger Verkehrspolizei unterwegs, die diesem gefährlichen Treiben ein Ende setzte.

Die Beamten hielten an und trieben die Entenfamilie, die sich bereits auf dem Standstreifen befunden hatte, zurück hinter die Leitplanke.

Die Entenmutter verschwand daraufhin und ließ ihre Küken im hohen Gras zurück. Die Polizei nahm die sechs Findelkinder mit. Sie wurden im Garten des Dienstgruppenleiters der Verkehrspolizei gepflegt und sollten dann ins Tierheim gebracht werden.

Von der Entenmutter fehlte jede Spur. Obwohl die Polizisten den Bereich an der B 29 absuchten, konnten sie das Tier nicht mehr finden.

Waiblingen: Dreifaches Pech für Autofahrer

Waiblingen: Ein Unglück kommt selten allein - das wird sich ein 60-Jähriger am Nachmittag des 15. Juli in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) gedacht haben. Zunächst war laut Polizei der VW des Mannes nicht angesprungen, weil er wohl vegessen hatte, das Licht auszuschalten und die Batterie leer war.

Also wollte er sein Auto anschieben. Er ließ das Fahrzeug in die Stauferstraße rollen. Beim Einspringen in das Auto schaffte es der Mann lediglich, sein rechtes Bein in den Wagen zu bringen. Da er stolperte, zog er sein linkes Bein über den Asphalt hinterher.

Da die Servolenkung und der Bremskraftverstärker des Autos nur bei laufendem Motor funktionieren, konnte der Leidgeprüfte sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle bringen. Das angeschobene Fahrzeug knallte deswegen gegen einen parkenden VW-Transporter.

Zu allem Übel verletzte sich der Mann noch bei der Aktion und musste ärztlich versorgt werden. Der Sachschaden liegt bei etwa 4000 Euro.

Ludwigsburg: Golfball landet auf Motorhaube

Ludwigsburg: Huch, wo kommt der denn her? Ein Golfball hat am Morgen des 16. Juli auf der A81 bei Ludwigsburg den VW Golf einer 47-Jährigen getroffen.

Wie die Polizei meldet, war die Frau gegen 7.15 Uhr in Richtung Stuttgart unterwegs. Sie hatte gerade die Monrepos-Brücke zwischen den Anschlussstellen Pleidelsheim und Ludwigsburg-Nord passiert, als der Ball von rechts auf der Motorhaube aufschlug.

Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro. Zum Zeitpunkt des Vorfalls war der an die Autobahn angrenzende Golfclub noch geschlossen.

Welzheim: Schwangere Boa büxt aus

Welzheim: Unternehmungsfreudig trotz Schwangerschaft zeigte sich eine Boa aus Welzheim (Rems-Murr-Kreis). Sie büxte in der Nacht zum 19. Juli aus einem Terrarium aus und konnte einen Tag später von einem Zoohändler am Kirchplatz in Welzheim eingefangen werden.

Wie die Polizei meldet, verschwand die acht Kilogramm schwere und zwei Meter lange Schlange in der Nacht zum Freitag aus seinem Terrarium. Dem Zoohändler gelang es schließlich, mit einer selbstgefertigten Falle das Tier wieder einzufangen. Dabei stellte sich heraus, dass die Boa nicht nur unverletzt sondern auch schwanger ist.

Die 20 Schlangenbabys werden vermutlich Ende 2013 geboren. Die Boa hatte sich im Abwassersystem am Kirchplatz aufgehalten.

Korntal-Münchingen: Siebenjähriger unternimmt Spritztour

Korntal-Münchingen: Endlich einmal selbst hinterm Steuer sitzen wollte offenbar ein Siebenjähriger aus Korntal-Münchingen (Kreis Ludwigsburg). Er hat am Mittag des 22.Juli zusammen mit seinen zwei Brüdern eine Spritztour unternommen und ist gegen einen geparkten Lkw gefahren.

Wie die Polizei berichtet, hatte der Junge mit seinen fünf und achte Jahre alten Brüdern im Garten des elterlichen Hauses gespielt. Offensichtlich war er gegen 13.50 Uhr von dem Achtjährigen dazu angestiftet worden, den Schlüssel für das Auto eines Bekannten der Familie zu besorgen.

Mit dem Schlüssel ging das Trio in die Garage und setzte sich in den Alfa Romeo. Der Siebenjährige startete den Wagen und gab Gas. Nachdem sie zunächst das geschlossene Garagentor durchbrochen hatten, fuhren sie quer über die Straße  und stießen schließlich gegen einen geparkten Lkw.

Die Jungen blieben unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 4000 Euro.

Waiblingen: Schlafplatz unterm Auto

Waiblingen: Er hat es offensichtlich wirklich nicht mehr nach Hause geschafft: Ein völlig betrunkener Mann hat sich am späten Abend des 23. Juli in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) zum Schlafen unter ein Auto gelegt. Dort wurde er von der Polizei gefunden.

Die Beamten des Polizeireviers Waiblingen weckten den Mann, der sich gegen 23 Uhr unter ein Auto an der Kurzen Straße gelegt hatte und dort eingeschlafen war. Die Polizei stellte fest, dass der 54-Jährige 2,6 Promille im Blut hatte.

Der Mann musste seinen Schlafplatz verlassen und nach Hause gehen.

Nufringen: Blindes Schaf verirrt sich an Autobahn

Nufringen: Ziemlich hilflos war ein blindes Schaf, das sich am Morgen des 25. Juli bei der Raststätte Schönbuch Ost (Kreis Böblingen) verirrt hat. Autofahrer hatten die Polizei angerufen, weil das Tier verängstigt am Wildzaun in der Nähe der Rastanlage stand.

Die Beamten der Herrenberger Polizei fingen das Schaf ein und übergaben es der Besitzerin, die bereits nach dem Tier suchte.

Offenbar hatte sich das blinde Tier von seiner Herde entfernt und war ein paar Kühen nachgelaufen, die auf die Nachbarweide ausgebüxt waren. Von dort irrte der Ausreißer zur Autobahn.

Esslingen: Leeres Bierfass auf der B10

Esslingen: Wer sich dieses Fässchen Bier genehmigt hat, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Ein leeres Bierfass ist am Mittag des 26. Juli auf der B10 bei Esslingen gefunden worden.

Wie die Polizei meldete, hatte ein Autofahrer den ungewöhnlichen Fundgegenstand in Höhe der Vogelsangbrücke gemeldet. Beim Eintreffen der Streife lag das Bierfass unbeschädigt, aber leer am rechten Fahrbahnrand.

Es handelt sich um Bierfass Marke Rothaus, Fassungsvermögen 50 Liter. Es wurde zum Polizeirevier Esslingen verbracht.

Reichenbach: Konservendose als Waffe

Reichenbach: In der Not greift man eben zur Konservendose: Am 27. Juli  ist es im Lidl-Markt an der Ulmer Straße in Reichenbach (Kreis Esslingen) zu einer Schlägerei zwischen zwei 41-jährigen Männern gekommen.

Beide gingen laut Polizei zwischen dem Konservenregal und dem Gemüsestand aufeinander los. Dabei war offensichtlich auch eine Konservendose als Schlagwerkzeug mit im Spiel.

Die Streithähne zogen sich Verletzungen zu, lehnten jedoch eine ärztliche Behandlung ab. Auslöser des Streits war wohl ein lapidarer Parkverstoß in der Vergangenheit.

Nufringen: Verirrtes Schaf an der Autobahn II

Nufringen: Die Autobahn 81 bei Nufringen (Kreis Böblingen) scheint auf Schafe eine anziehende Wirkung zu haben: Am Morgen des 30. Juli ist erneut ein herumirrendes Schaf von 20 Autofahrern gemeldet worden.

Das Tier war laut Polizei gegen 6.45 Uhr offenbar ziellos im Baustellenbereich beim Schönbuchtunnel auf der Fahrbahn herumgelaufen und hatte den Verkehr gefährdet.

Zwei Streifen des Autobahnpolizeireviers sicherten wenig später die Stelle ab und machten das Tier unweit der Fahrbahn am Waldrand aus. Ein ortsnaher Schäfer, der über die Verkehrsmeldung von der gefährlichen Situation des Tieres erfuhr, unterstützte die Beamten beim Einfangen.

Das Schaf narrte jedoch Polizei und Schäfer und verschwand in den Wald. Selbst ein Polizeihubschrauber, der zur Verkehrsaufklärung eingesetzt war, konnte das Tier nicht ausfindig machen. Der zuständige Revierförster wurde auf das möglicherweise ausgewilderte Schaf hingewiesen.

Denkendorf: Traktordieben geht der Sprit aus

Denkendorf: Unbekannte haben Ende Juli in Denkendorf (Kreis Esslingen) einen Traktor gestohlen. Weit kamen die Diebe allerdings nicht: Nach 400 Metern war ihnen der Sprit ausgegangen.

Wie die Polizei meldet, hatte der Besitzer am Morgen des 30. Juli gemeldet, dass Unbekannte seinen Fendt-Traktor im Wert von 4000 Euro gestohlen hätten. Das Gefährt war am Waldrand in der Verlängerung der Friedhofstraße abgestellt gewesen.

Die Diebe hatten den angehängten Holzspalter vom Traktor abgekuppelt. Anschließend starteten sie die Maschine wahrscheinlich mit einem Schraubendreher oder Nagel und fuhren davon. Den Schlüssel, der im Verdeck versteckt war, fanden die Täter nicht.

Vermutlich um nicht gesehen zu werden, zerstörten sie vor Beginn der Fahrt die beiden Rücklichter des Traktors. Weit kamen die Traktordiebe jedoch nicht. Nachdem sie etwa 400 Meter auf oder neben einem stark verwachsenen Weg in den dortigen Wald gefahren waren, ging ihnen der Sprit aus.

Die Täter ließen den Traktor dort stehen. Nach Verfolgung der in den Wald führenden Reifenspuren wurde der Traktor nicht lange nach der Diebstahlsanzeige entdeckt.

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