Laut Polizei ist noch unklar, warum das Ventil offen stand (Symbolbild). Foto: dpa

Ein Lastwagen verliert auf dem Weg von Frankreich nach Rheinland-Pfalz immer wieder Kaliumhydroxid. Die ätzende Flüssigkeit beschädigte auf der A61 bei Hockenheim zwei Autos und einen Wohnwagen sowie die Fahrbahn. Ursache war wohl ein offenes Ventil.

Hockenheim - Etwa 100 Liter ätzende Flüssigkeit hat ein Tanklaster während seiner Fahrt von Frankreich über Baden-Württemberg nach Rheinland-Pfalz verloren. Auf der Autobahn 61 bei Hockenheim (Rhein-Neckar-Kreis) wurden zwei Autos und ein Wohnanhänger getroffen und beschädigt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Aufgrund eines offenen Ventils lief demnach am Dienstag immer wieder Kaliumhydroxid aus dem Laster. Kaliumhydroxid kann schwere Hautverletzungen und Augenschäden verursachen. Es wird unter anderem bei der Herstellung von Waschmitteln und als Säureregulator in Lebensmitteln verwendet.

Erst auf dem Firmengelände wurde der Austritt festgestellt

Der Lastzug fuhr nach dem Vorfall bei Hockenheim noch fast 70 Kilometer weiter. Erst an seinem Ziel, einem Firmengelände im rheinland-pfälzischen Kirchheimbolanden, wurde der Austritt festgestellt und die Feuerwehr gerufen. An den Fahrzeugen entstand ein Schaden von insgesamt 20.000 Euro.

Die Insassen der beiden Autos kamen nach Polizeiangaben zur Untersuchung ins Krankenhaus, blieben aber unverletzt. Wie viel Flüssigkeit genau aus dem Laster auslief und warum das Ventil nicht geschlossen war, war am Mittwochmorgen noch unklar. Auch nähere Angaben zu dem Lastwagenfahrer konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: