Den kompletten Mond bekommt man im Februar gar nicht zu Gesicht. Foto: dpa

Zum letzten Mal war im Jahr 1999 ein Monat ganz ohne Vollmond. Im Februar ist es wieder so weit. Dafür gibt es im Januar wie auch im März gleich zwei Termine mit Vollmond.

Stuttgart - Der Februar dieses Jahres wartet mit einer astronomischen Besonderheit auf. Es gibt keinen Vollmond. Dies liegt nicht daran, dass der Mond seine angestammte Bahn verlassen hat. Der Grund, warum der Februar diesmal ohne Vollmond bleibt, ist viel simpler. Der Februar hat üblicherweise 28 Tage. Nur in einem Schaltjahr sind es 29. Eine volle Lunation, die Zeitspanne von zwei aufeinanderfolgenden gleichen Mondphasen, also von Neumond bis zum nächsten Neumond oder von Vollmond zu Vollmond, dauert hingegen 29 und einen halben Tag.

Der letzte Vollmond war am 31. Januar mittags. Somit folgt der nächste Vollmond in der Nacht vom 1. auf 2. März 2018 – und der Februar geht leer aus. Aus gleichem Grund gab es im Januar zwei Vollmondtermine, und auch im März wird sich unser Nachbar im All zweimal voll beleuchtet zeigen. Zwei Vollmonde in einem Monat werden Blue Moon genannt. Letztmals blieb der Februar 1999 ohne Vollmond, das Gleiche gilt für den Februar 2037, indem es ebenfalls keinen Vollmond geben wird. Denn 2037 wird wieder am 31. Januar Vollmond eintreten, der darauffolgende findet dann am 2. März statt. Im Jahr 2048 fällt der Vollmondtermin wieder auf den 31. Januar. Der nächste ist dann am 29. Februar, denn 2048 ist ein Schaltjahr.

Am 15. Februar tritt um 22.05 Uhr die Neumondphase ein. Dabei bedeckt der dunkle Neumond die Sonne, es ereignet sich eine partielle Sonnenfinsternis. Sie lässt sich von der gesamten Nordhalbkugel aus nicht beobachten. Nur in der Antarktis, im südlichen Eismeer und an der Südspitze Südamerikas ist sie zu beobachten. Mit 405 700 Kilometern kommt der Mond am 11. in Erdferne. Am 27. hält er sich mit 363 930 Kilometern in Erdnähe auf.

Planeten

Der abendliche Sternenhimmel war in den letzten Monaten ohne helle, freisichtige Planeten. Dies ändert sich nun allmählich. Mitte Februar erscheint Venus auf der abendlichen Himmelsbühne. Anfang des Jahres hat sie die Seiten gewechselt und beginnt nun ihre Periode als Abendstern. Venus ist zwar nach Sonne und Mond das hellste Gestirn an unserem Firmament. Vorläufig ist sie aber noch nicht besonders auffällig. Sie ist unter günstigen Bedingungen und bei freier Sicht zum Westhimmel in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont als heller Lichtpunkt auszumachen. Im Fernrohr erscheint sie als winziges, rundliches Scheibchen. Erst im September wird man Venus als relativ große, schlanke Sichel im Teleskop erkennen. Sie wird dann auch mit maximaler Helligkeit strahlen und die Blicke auf sich ziehen. Zur Monatsmitte zieht sich Venus etwa eine Viertelstunde nach sechs Uhr abends zurück und wird im Horizontdunst unsichtbar. Ende Februar geht sie um 19 Uhr unter. Interessierte Naturfreunde können registrieren, wann sie Venus erstmals zu ­Gesicht bekommen.

Sterne

Die Wintersternbilder sind gegen zehn Uhr abends schon deutlich nach Westen gerückt, Orion und Sirius im Großen Hund sind im Südwesten zu sehen, der Stier mit dem rötlichen Aldebaran steht noch am Westhimmel. Steil über unseren Köpfen erblickt man die beiden Sternenketten der Zwillinge, und nordwestlich von ihnen strahlt die helle, gelbliche Kapella im Fuhrmann.

Der Große Wagen schiebt sich im Nordosten immer höher, während die Kassiopeia, das Himmels-W, im Nordwesten herabsinkt. Im Südosten ist der Löwe erschienen. Als Leitsternbild des Frühlingshimmels kündet er die kommende Jahreszeit an. Sein hellster Stern, der bläulich funkelt, wurde von Nikolaus Kopernikus Regulus getauft, was so viel wie Kleiner König heißt. Allerdings war ­Regulus bereits den alten Babyloniern als Königsstern bekannt. Am 1. Februar zieht gegen 19 Uhr der noch fast volle Mond knapp nördlich an Regulus vorbei.

Jupiter beherrscht als hellster Planet die zweite Nachthälfte. Der Riesenplanet wandert durch das Sternbild Waage und verlagert seine Aufgänge in die Zeit kurz nach Mitternacht. Steigt Jupiter Anfang Februar eine Viertelstunde nach 2 Uhr morgens über die südöstliche Horizontlinie, so erfolgt am Monatsende sein Aufgang schon 40 Minuten nach Mitternacht. Saturn im Sternbild Schütze kann am Morgenhimmel erspäht werden. Am 1. geht der Ringplanet kurz vor 6 Uhr morgens auf, am 28. schon eine Viertelstunde nach 4 Uhr.

Mars baut seine Stellung am Morgenhimmel weiter aus. Die Marsaufgänge verfrühen sich von halb vier Uhr morgens auf drei Uhr Ende Februar. Der Rote Planet eilt durch den Skorpion und passiert am 1. den Stern Acrab und am 10. den Hauptstern des Skorpions fünf Grad nördlich. Der Hauptstern des Skorpions wird Antares genannt, was „mars­ähnlicher Stern“ bedeutet. Der römische Kriegsgott Mars hieß bei den Griechen Ares. Antares leuchtet ähnlich rot wie Mars, daher seine Bezeichnung. Jetzt kann man gut beide Gestirne miteinander vergleichen.

Sonne

Die Sonne nähert sich dem Himmelsäquator, den sie aber erst im März zu Frühlingsbeginn erreicht. Am 16. wechselt sie mittags aus dem Sternbild Steinbock in das Sternbild Wassermann. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um neun Grad zu, die Tageslänge wächst in Stuttgart um eineinhalb Stunden.

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