Antibiotika-Resistenzen sind gefährlich. Offenbar breiten sich die Keime schneller aus als gedacht. (Symbolbild) Foto: dpa

In nur drei Jahren hat ein multiresistenter Keim eine Strecke von 12.000 Kilometer zurückgelegt. Das ist deutlich schneller als angenommen.

Stuttgart - Forscher haben in Bodenproben in der norwegischen Arktis multiresistente Keime gefunden. Laut der Universität Newcastle wurden diese Keime bereits vor Jahren im indischen Grundwasser nachgewiesen.

Das besorgniserregende daran ist die Reisegeschwindigkeit: Innerhalb von drei Jahren haben die gefährlichen Keime eine Strecke von 12.000 Kilometer bis nach Spitzbergen in Norwegen zurückgelegt – sich also wesentlich schneller verbreitet, als angenommen. Gegen die Keime sind sogar Antibiotika machtlos, deshalb sind sie so gefährlich.

Erreger möglicherweise von Zugvögeln verbreitet

Unklar ist, wie die Keime in die Arktis kamen. Möglicherweise wurden die Erreger von Zugvögeln mit der Nahrung aufgenommen und weiterverbreitet.

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