Paul Ziemiak, der Vorsitzende der Jungen Union, wirkt nicht so jung, wie er sich kleidet. Foto: dpa

Paul Ziemiak ist Vorsitzender der Jungen Union und trägt auf Parteitagen Kapuzenpullover. Voll cool, was?

Stuttgart - Die Welt ist ungerecht. Es gibt Menschen, die sehen ganz ohne Botox, Feuchtigkeitscreme und asketische Selbstdisziplinierung mit jedem Tag jünger und frischer aus. Sie rauchen, trinken und feiern bis in die Puppen – und doch ähnelt ihre Haut am anderen Morgen einer dieser makellosen Industrietomaten, die selbst drei Monate nach der Ernte immer noch die Elastizität eines Flummis besitzen. Andere wie Paul Ziemiak zum Beispiel haben wiederum Pech. Sie wirken früh wie jung vergreist. Oder sind sie schon so alt geboren worden?

Dynamisch digital

Egal. Paul Ziemiak jedenfalls will sich seinem Schicksal nicht ergeben und ergreift offensichtlich Gegenmaßnahmen. Klar, als 33-jähriger Vorsitzender der Jungen Union, der supercoolen Jugendorganisationen von CDU und CSU, ist er für das Anti-Aging-Programm der Konservativen zuständig. Was liegt da näher, als beim Parteitag in einem Hoodie, vulgo: Kapuzenpullover, am Rednerpult zu erscheinen? Der alte Rock ’n’ Roller! Notorisch berufsjugendliche Leute tragen heutzutage Kapuzenpullover bis zu ihrer Verrentung. Das wirkt dynamisch digital. Tatsächlich helfen Hoodies gegen kratertiefe Faltenverwerfungen und postpubertäre Glatzenbildung. Allerdings nur, wenn man die Kapuze bis tief ins Gesicht zieht. Yo, man.

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