Studieren ist für Studenten aus dem Nicht-EU-Ausland seit zwei Jahren mit Mehrkosten verbunden. Foto: dpa

Zum Wintersemester 2017/18 hatte die Landesregierung Studiengebühren für Studenten aus Nicht-EU-Ländern eingeführt. Nach einem Einbruch der Einschreibungen geht es nun wieder deutlich aufwärts.

Stuttgart - Im Südwesten haben wieder mehr Menschen aus Nicht-EU-Ländern ein Studium begonnen. Die Zahl war im Winter 2017/2018 um etwa 19 Prozent eingebrochen - die Landesregierung hatte damals Gebühren für diese Studierendengruppe eingeführt. Im aktuellen Wintersemester legte die Zahl im Vergleich zum Vorjahr aber wieder zu - um fast neun Prozent auf rund 6200 Menschen.

„Diese Entwicklung übertrifft unsere eigenen Erwartungen. Wir hatten ursprünglich mit einer länger anhaltenden Eintrübungsphase kalkuliert“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) am Mittwoch in Stuttgart. Moderate Gebühren und eine weitere Internationalisierung stünden also nicht im Widerspruch. Seit dem Wintersemester 2017/2018 müssen Menschen, die fürs Studium von außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums einreisen, in Baden-Württemberg 1500 Euro pro Semester zahlen.

Die Entscheidung der grün-schwarzen Landesregierung, Gebühren von internationalen Studenten zu verlangen, war oft kritisiert worden. Zwei Studierende, ein Vietnamese und eine Schweizerin, haben im Frühjahr 2018 Verfassungsbeschwerden eingereicht, über die der Verfassungsgerichtshof in Stuttgart noch entscheiden muss.

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