Die Sängerin Diana Ross (mitte, im lila-farbenen Kleid) posiert mit ihrer Familie für die Presse. Sie hat bei den America Music Awards den Ehrenpreis für ihr Lebenswerk bekommen. Foto: AFP

US-Stars setzen bei der Verleihung der American Music Awards viele politische Akzente. Es geht um Frauenrechte, Hilfe für Mitbürger und die Einheit im Land. Sänger wie Bruno Mars und Keith Urban können jubeln.

Los Angeles - Bei den American Music Awards sind Popstar Bruno Mars und Country-Sänger Keith Urban gleich mehrfach als Gewinner ausgezeichnet worden. Mars siegte am Sonntag (Ortszeit) in Los Angeles sieben Mal. Urban gewann etwa in der Sparte bestes Country-Album. Shawn Mendes ließ Mars und Ed Sheeran als beliebtester zeitgenössischer Künstler hinter sich, und sagte bei der Danksagung: „Ed und Bruno sind im Grunde die zwei Gründe, warum ich mit dem Singen angefangen habe.“ Preise waren an dem Gala-Abend aber nicht das einzige Thema, viele Stars nutzen die Gelegenheit für politische Aussagen.

Die Kraft der Musik

Einige Künstler sprachen über den Stolz, Amerikaner zu sein, und die Einheit der US-Gesellschaft; das Zusammenstehen etwa im Angesicht von Naturkatastrophen. Die US-Musikerinnen Kelly Clarkson und Pink eröffneten die diesjährigen AMAs in Gedanken an die Opfer von Waffengewalt, Hassverbrechen und Naturkatastrophen. Sie sangen „Everybody Hurts“, nachdem Schauspieler Jamie Foxx erklärt hatte, die Kraft der Musik sei nötig, um den Nachrichten des Tages zu entfliehen und beim „Heilen“ zu helfen. „Wir können als Menschen und als Nation vereint sein“, sagte er.

Eine Nation voll Liebe und Gleichberechtigung

Vor ihrem Auftritt sagte Schauspielerin und Sängerin Demi Lovato, es gebe sehr viel Hass in der Welt. „Wir müssen darüberstehen und uns niemals dafür entschuldigen, wer wir sind“, sagte sie. „Das ist das Land, das ich kenne, voll mit starken Frauen, die über Frauen reden und unserer LGBTQ-Jugend Mut zusprechen“, betonte Dan Reynolds. Der Frontmann von Imagine Dragons sagte nach der Annahme des Preises in der Sparte beliebteste Pop/Rock-Gruppe, Amerika solle als Nation voll Liebe und Gleichberechtigung voranschreiten. „Keine Spaltung. Davon hat es in diesem Jahr viel zu viel gegeben.“

Ehrenpreis für Diana Ross

Ausgezeichnet wurden zudem der frühere One-Direction-Sänger Niall Horan, the Chainsmokers und DJ Khaled. Musik-Ikone Diana Ross wurde mit dem Ehrenpreis für ihr Lebenswerk gewürdigt. Die 73-Jährige lieferte mehrere bekannte Lieder, darunter „I’m Coming Out“ und „Ain’t No Mountain High Enough“ auf der Bühne ab, während ihre Enkel neben ihr tanzten und andere Stars im Hintergrund mitsangen. Die Auszeichnung widmete Ross ihren Fans.

Widmung für Chester Bennington

Ein weiterer Höhepunkt der dreistündigen Veranstaltung war der Sieg von Band Linkin Park als beliebteste Alternative-Rock-Künstler. Deren Frontmann Chester Bennington hatte sich in diesem Jahr das Leben genommen. „Wir wollen diesen Preis ihm widmen, der Erinnerung an ihn, seinem Talent, seinem Sinn für Humor und seiner Freunde“, sagte Bandmitglied Mike Shinoda.

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