Der Prozess um eine tödliche Hundeattacke auf eine Seniorin wird erneut verhandelt (Symbolbild). Foto: dpa

Zwei wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Hundebesitzer sind in Berufung gegangen, als sie in Sigmaringen zu eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung verurteilt wurden. Ihr Hund hat eine Seniorin angegriffen und getötet.

Hechingen - Der Fall um den tödlichen Angriff eines Hundes auf eine Seniorin im Kreis Sigmaringen wird am Landgericht Hechingen seit Mittwoch neu verhandelt. Das 72 Jahre alte Opfer war im Mai 2017 von einem Hund der Rasse Kangal angefallen und getötet worden.

Zwei vor dem Amtsgericht Sigmaringen wegen fahrlässiger Tötung verurteilte Hundebesitzer waren in Berufung gegangen. Dieses Gericht hatte die Hundehalterin im Juli vergangenen Jahres zu eineinhalb Jahre Haft auf Bewährung verurteilt. Ihr Ehemann, der den Hund beschafft hatte, bekam zwei Jahre auf Bewährung.

Der Hund biss die 72-Jährige mehrfach in Kopf und Hals

Für den neuen Prozess am Landgericht Hechingen sind drei Termine angesetzt. Am Mittwoch sollten elf Zeugen aufgerufen werden, sagte ein Sprecher des Landgerichts. Weitere Zeugenvernehmungen sind für den zweiten Prozesstag am 11. Februar geplant. Auch die Sachverständigen, ein Veterinärmediziner sowie ein Psychiater, sollen nochmals vernommen werden, hieß es vom Landgericht. Der letzte geplante Verhandlungstag ist der 27. Februar 2019.

Der Hund hatte die 72-Jährige im Mai 2017 in Stetten am kalten Markt mehrfach in Kopf und Hals gebissen. Die Frau starb. Das Tier hatte sich wegen eines offenbar zu schwachen Halsbands losreißen können.

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