Ein Nachtbürgermeister könnte Unfrieden im Nachtleben schlichten. (Symbolbild) Foto: dpa/Franziska Kraufmann

Mannheim hat schon einen, Heidelberg sucht noch, und nun soll auch Stuttgart rasch einen Nachtbürgermeister bekommen. Ein Konzept liegt schon in der Schublade, einen Zeitplan gibt es auch.

Stuttgart - Nach Mannheim und Heidelberg soll auch Stuttgart noch in den kommenden Monaten einen Nachtbürgermeister bekommen. „Unser Ziel ist es, die Stelle dieses Jahr zu besetzen“, sagte Ann-Katrin Keicher von der Stadt Stuttgart. „Formal ist das auch möglich.“

Nach der Sommerpause werde der Gemeinderat einen Vorschlag erhalten, wie die Pläne umgesetzt werden könnten. Die Stelle werde ausgeschrieben, sobald das Stadtplenum entschieden habe. In einem Workshop seien die Aufgaben des kommenden Nachtbürgermeisters bereits definiert worden.

Nach Randale wäre „ein solcher Posten eine sehr große Hilfe“

Ein Konzept für den Nachtbürgermeister liegt nach Angaben von Hannah Japes, Vorsitzende des Club-Kollektivs Stuttgart, seit mehr als einem Jahr vor. „Und nach den jüngsten Vorkommnissen in der Stadt muss man sagen, dass ein solcher Posten eine sehr große Hilfe wäre“, sagte sie. Vor knapp drei Wochen hatten Randalierer in der Innenstadt Geschäfte in der Königstraße geplündert.

Nachtbürgermeister haben die Aufgabe, Unfrieden im Nachtleben zu schlichten und im Spannungsfeld zwischen Clubbetreibern, Anwohnern und Verwaltung zu vermitteln. Einen „Night Mayor“ hat Mannheim bereits seit zwei Jahren.

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Das benachbarte Heidelberg nimmt derzeit einen neuen Anlauf, einen Nachtbürgermeister zu finden, der wieder Bewegung in den dort völlig verfahrenen Streit zwischen Altstadtanwohnern, Kneipiers und Gemeinderat bringt. Der Bewerbungszeitraum war verlängert worden, um die Zahl der bislang acht Bewerber zu erhöhen - mit Erfolg. Bei der zweiten Ausschreibung für den Posten hat sich die Bewerberzahl mehr als verdoppelt.

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