Es gibt in Molise mehr als 100 Dörfer mit weniger als 2000 Einwohnern. Foto: Unsplash/Aude Andre Sturnio

Die rund 200 Kilometer südöstlich von Rom gelegene Region Molise wirbt mit Geld um Zuwanderer. Damit sollen die kleinen Dörfer dort wieder belebt werden – es winken 700 Euro Zuschuss pro Monat. Doch es gibt auch Bedingungen.

Campobasso - Die süditalienische Region Molise wirbt mit Geld um Zuwanderer. Damit sollen die kleinen Dörfer dort wieder belebt werden. Nach Aussage von Regionalpräsident Donato Toma winken 700 Euro pro Monat für einen Zeitraum von drei Jahren. Voraussetzung ist, dass die Neubürger in ein Dorf mit weniger als 2000 Einwohnern ziehen und dort mindestens fünf Jahre bleiben. Sie müssen außerdem ein Gewerbe gründen oder ein Gebäude als Wohnhaus sanieren. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. November. Das Programm ist zunächst auf 40 Teilnehmer beschränkt, der Zuschuss wird in drei Jahresraten ausgezahlt.

Saubere Luft und schöne Landschaften

Die rund 200 Kilometer südöstlich von Rom gelegene Region Molise gehört zum Mezzogiorno, dem strukturschwachen Süden Italiens, der seit Jahrzehnten Bewohner verliert. Derzeit hat sie noch knapp über 300 000 Einwohner, in den 1950er Jahren waren es einmal mehr als 400 000. Vor allem junge Leute ziehen auf der Suche nach Arbeit weg. Es gibt in Molise mehr als 100 Dörfer mit weniger als 2000 Einwohnern. Die Region zwischen Adria und Apennin wirbt unter anderem mit sauberer Luft, schönen Landschaften und niedriger Kriminalität.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: