Mit dem verwandelten Elfmeter hat VfB-Stürmer Simon Terodde den VfB an die Spitze der Tabelle gebracht. Foto: Bongarts

Mehr Spannung geht nicht: Nur ein Punkt trennt Tabellenführer Stuttgart vom Vierten aus Hannover. Und auch die Tordifferenz im engen Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga ist minimal.

Düsseldorf - Der 2. Fußball-Bundesliga steht ein Herzschlagfinale im Kampf um den Aufstieg bevor. Nach dem 26. Spieltag rangieren mit dem VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig und Union Berlin gleich drei Teams punktgleich auf den ersten drei Plätzen. Und selbst der Vierte Hannover 96 liegt bei nur einem Zähler Rückstand noch glänzend im Rennen.

Auch ohne Sieg gelang Stuttgart die Rückkehr an die Tabellenspitze. Nicht zuletzt deshalb fühlte sich das spektakuläre 3:3 (1:3) gegen Dynamo Dresden am Sonntag wie ein Sieg an. „Der Spielverlauf war unfassbar. Wenn du nach 20 Minuten zu Hause 0:3 zurückliegst, musst du mit einem 3:3 zufrieden sein“, kommentierte der zweimalige VfB-Torschütze Simon Terodde.

Die Dresdner schienen zunächst einem Kantersieg wie schon beim 5:0 im Hinspiel nahe. Nach dem Hattrick von Dynamo-Torjäger Stefan Kutschke (4./22./26./Foulelfmeter) lagen sie schon früh scheinbar uneinholbar mit 3:0 vorn. Doch der Anschlusstreffer von Terodde (29.) noch vor der Pause brachte den VfB zurück ins Spiel. Mit einem Sturmlauf in der zweiten Halbzeit und Treffern von Emiliano Insua (75.) und Terodde (90. +4/Foulelfmeter) wendeten die Schwaben die Schlappe ab.

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Auch Verfolger Eintracht Braunschweig konnte die Gunst der Stunde nutzen und kletterte auf Rang zwei. Das Team von Trainer Torsten Lieberknecht kam dank des Treffers von Mirko Boland (89.) ohne großen Glanz zu einem 1:0 (0:0) in Kaiserslautern. „Es ist ein ungeheurer Wille drin. Das zeichnet unsere Mannschaft derzeit aus. Dann wird man auch belohnt“, sagte Coach Lieberknecht.

Ein perfektes Debüt bei Hannover 96 feierte André Breitenreiter. Im ersten Punktspiel unter dem neuen Coach bezwangen die Niedersachsen am Samstag Union Berlin und meldeten sich in der Aufstiegszone zurück. Niclas Füllkrug (54.) und Berlins Damir Kreilach (67.) per Eigentor trafen vor 49 000 Zuschauern für den Bundesliga-Absteiger.

Breitenreiter, der vor rund zwei Wochen die Nachfolge von Daniel Stendel angetreten hatte, wollte seinen eigenen Anteil am Erfolg nicht überbewerten. „Es ging nur um Nuancen, um ein paar Stellschrauben. Das haben die Jungs super umgesetzt, das ist ausschließlich ihr Verdienst.“

Dagegen musste der bisherige Tabellenführer Union Berlin den ersten Rückschlag nach zuvor neun Partien ohne Niederlage hinnehmen. Dem Selbstvertrauen der Eisernen tat das jedoch keinen Abbruch. „Jeder Trainer, gegen den wir jetzt gespielt haben, hat gesagt: Das ist die stärkste Mannschaft der 2. Liga derzeit, und genau das waren und das sind wir auch“, kommentierte Coach Jens Keller.

Wichtige Siege für Erzgebirge Aue und 1860 München

Im Abstiegskampf feierten Erzgebirge Aue und 1860 München wichtige Siege. Zum Auftakt des Spieltags am Freitag gewann Aue mit 1:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli. Nach dem sehenswerten Seitfallzieher von Nicky Adler in der 27. Minute zum Siegtreffer rangiert Aue erstmals seit dem 10. Spieltag auf einem Nichtabstiegsplatz. „Man sieht, wie stabil wir momentan spielen. Man kann dem Trainer nur ein Kompliment aussprechen, was er in kürzestes Zeit umgestellt hat“, sagte Adler mit Bezug auf die starke Bilanz des neuen Trainers Domenico Tedesco mit sieben Punkten aus drei Spielen. 1860 München setzte sich mit dem 1:0 (0:0) bei Fortuna Düsseldorf von der Abstiegszone weiter ab.

Ein skurriles Eigentor in der Nachspielzeit bescherte Armina Bielefeld beim Debüt von Coach Jeff Saibene ein 1:1 (0:1) in Würzburg. Doch trotz der fatalen Bogenlampe des Würzburger Verteidigers Junior Diaz über den eigenen Keeper hinweg rangiert der Vorletzte aus Ostwestfalen weiter auf einem Abstiegsplatz.

Letzter bleibt der Karlsruher SC. Beim unglücklichen 1:2 (1:0) in Nürnberg kassierte das Team von Trainer Mirko Slomka die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Spielen.

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