Der Karlsruher Lukas Grozurek (l) und der Dresdner Patrick Möschl kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Der Fehlstart von Hannover 96 ist perfekt. Die Niedersachsen kommen gegen Regensburg nicht über ein Unentschieden aus. Der Karlsruher SC gewinnt dagegen – auch dank unfreiwilliger Mithilfe eins Ex-VfB-Spielers.

Düsseldorf - Tristesse bei Hannover 96, Glanzstart für Karlsruhe: Am 2. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga blieb Absteiger Hannover gegen Jahn Regensburg am Samstag erneut ohne Sieg und musste sich nach einem Patzer von Torwart Ron-Robert Zieler mit einem 1:1 (0:0) begnügen. „Wir hatten sehr viel Dominanz. Die Mannschaft hat alles gegeben, aber ein Punkt zu Hause ist zu wenig“, meinte 96-Coach Mirko Slomka.

Viel besser machte es der KSC. Der Aufsteiger feierte beim 4:2 gegen Dynamo Dresden bereits den zweiten Saisonerfolg. „Das ist ein super Start. Zwei Siege sind überragend, wir haben den Schwung von letzter Woche mitgenommen“, sagte KSC-Angreifer Philipp Hofmann, der zwei Treffer erzielte. In einer furiosen Nachspielzeit der ersten Hälfte brachte Sascha Horvath die Gäste zunächst in Führung (45.+2), doch KSC-Neuzugang Hofmann glich sogleich aus (45.+3). Das Eigentor von Dzenis Burnic (60.), der zweite Treffer von Hofmann (67.) sowie Manuel Stiefler (80.) sicherten dem KSC vor 13 099 Zuschauern die drei Punkte.

Hannover fehlt die Effektivität

Frust herrscht beim FC St. Pauli: Der Kiezclub wartet ebenso wie Hannover weiter auf den ersten Sieg und beklagte am Freitag nach dem 1:3 gegen Fürth fehlendes Glück.

Hannover fehlte gegen Regensburg die nötige Effektivität. Die Niedersachsen agierten zwar überlegen, doch nur Hendrik Weydandt gelang ein Treffer (66.). 96-Keeper Zieler hatte einen Foulelfmeter gegen Marco Grüttner pariert (41.), machte vor dem Regensburger Treffer durch Andreas Albers (79.) aber einen unglückliche Eindruck. Der frühere Nationaltorwart hatte bereits vor einer Woche gegen Stuttgart (1:2) gepatzt. „Es war vor mir unübersichtlich, für einen Torhüter war es eine schwierige Situation“, erklärte Zieler.

Karlsruhe trat gegen Dresden überzeugend auf. Sascha Horvath brachte die Gäste zunächst in Führung (45.+2), doch KSC-Neuzugang Hofmann glich postwendend aus (45.+3). Das Eigentor von Dzenis Burnic (60.), der zweite Treffer von Stürmer Hofmann (67.) sowie Manuel Stiefler (80.) bescherten dem Aufsteiger den Erfolg. Dresden startete trotz des Anschlusstreffers von Moussa Koné (90.) mit zwei Niederlagen in die neue Saison.

Sechs Tore in Bochum

Der FC St. Pauli agierte gegen Fürth überlegen, aber wenig effektiv. „Aber kein Vorwurf an meine Mannschaft. Hätten wir mehr Glück gehabt, wären wir nicht ins Negative gekommen“, meinte St. Paulis Trainer Jos Luhukay.

Auf den ersten Saisonsieg warten auch weiter der VfL Bochum und Arminia Bielefeld, dafür boten beide Teams im direkten Duell ein Spektakel. Beim 3:3 am Freitag drehte Bochum erst den 0:2-Rückstand binnen zwölf Minuten in eine 3:2-Führung, doch in der Nachspielzeit (90.+1) unterlief Bochums Anthony Losilla ein Eigentor. Arminia-Coach Uwe Neuhaus lobte sein Team: „Sie haben bis zur letzten Sekunde gekämpft. Dann haben wir zum Glück noch den Ausgleich machen lassen.“

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