Einer der Höhepunkte der Kickers-Vereinsgeschichte: Trainer Dieter Renner wird nach dem DFB-Pokal-Finale 1987 von Kazimierz Kmiecik (li. Detelef Olaidotter und Dirk Kurtenbach) vom Feld getragen. Die Kickers verloren gegen den HSV 1:3, gewannen aber viel Sympathien. Foto: /Baumann

An diesem Samstag feiern die Stuttgarter Kickers im Gazi-Stadion auf der Waldau ihren 120. Geburtstag. Grund genug, auf die Höhe- und Tiefpunkte der Vereinsgeschichte zurückzublicken. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.

Stuttgart - Dass seine Königliche Hoheit Herzog Ulrich von Württemberg Anfang des 20. Jahrhunderts die Schirmherrschaft über die am 21. September 1899 gegründeten Stuttgarter Kickers übernommen hatte, erklärt zwar den Ursprung des blauen Adels, macht die aktuelle Zugehörigkeit zur Oberliga aber nicht attraktiver. Der Absturz in die Fünftklassigkeit ändert jedoch wiederum wenig an der Strahlkraft des Traditionsclubs von der Waldau.

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Dies zeigt auch die Resonanz bei den ehemaligen Spielern auf das Duell der Traditionsmannschaften zwischen den Kickers und dem VfB an diesem Samstag (17 Uhr/Gazi-Stadion): Ehemalige Größen wie Rolf Steeb, Abwehrchef in den 1960er Jahren, Urgestein Ralf Vollmer, Top-Torjäger Jonathan Akpoborie, Kult-Stürmer „Toni“ Sailer oder Fredi Bobic, der Erfolgsmanager von Eintracht Frankfurt, werden das Trikot mit dem Kickers-K tragen. Was die Sache noch attraktiver macht: Beim VfB werden Altstars wie Guido Buchwald, Thomas Hitzlsperger, Peter Reichert und Kevin Kuranyi auflaufen.

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Obwohl die beiden Clubs inzwischen Welten trennen: Die Anekdoten zur Rivalität werden am Wochenende wieder die Runde machen. Dass der Metzgermeister, Gönner und glühende Kickers-Verehrer Fritz Seeger einst keinen mit einer VfB-Nadel am Revers in seinem Laden bediente. Dass „heiße Rote“ von Kickers-Fans nur widerwilllig und unter Magenkrämpfen vertilgt werden und so weiter und so fort. Natürlich werden auch die großen Erfolge zur Sprache kommen: Der Hundert-Tore-Sturm Ende der 1940er Jahre, die Fußball-Show gegen Real Madrid 1963, die Bundesliga-Aufstiege 1989 und 1992 und das DFB-Pokal-Finale 1987.

Großes Programm im Gazi-Stadion

Das Gazi-Stadion öffnet am Samstag bei freiem Eintritt um 14 Uhr. Um 14.30 Uhr beginnt das Abschlusstraining der Oberligaelf vor dem Punktspiel am Sonntag (14 Uhr) beim SGV Freiberg. Spätestens dann wird der blaue Adel auch am Geburtstag knallhart mit der Gegenwart fünfte Liga konfrontiert.

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